Renovierung

Wie renoviere ich meine Wohnung? – Ein praktischer Ratgeber

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Wohnungsrenovierung: Was zuerst, was selber machen, was besser vergeben – und wie Sie Kosten, Zeit und Nerven sparen.

11. April 20254 Min. LesezeitHeidemann Services

Ob Einzug, Auszug oder einfach eine Frischekur – eine Wohnungsrenovierung ist eine der häufigsten Maßnahmen rund ums Wohnen. Und eine der unterschätztesten: Was nach einem Wochenend-Job klingt, zieht sich oft über Wochen, wenn man ohne Plan vorgeht. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, strukturiert und stressfrei zu renovieren.

Schritt 1: Bestand aufnehmen – was muss wirklich gemacht werden?

Bevor Sie Farbe kaufen oder Handwerker beauftragen, gehen Sie systematisch durch alle Räume und notieren Sie:

  • Wände und Decken: Risse, Flecken, alte Tapeten, abblätternde Farbe?
  • Böden: Abgenutzte Oberfläche, quietschende Dielen, beschädigter Belag?
  • Türen und Fenster: Hängen Türen, sind Dichtungen porös, klemmen Griffe?
  • Badezimmer: Schimmelflecken, undichte Fugen, tropfende Armaturen?
  • Elektrik und Licht: Defekte Steckdosen, veraltete Schalter?

Halten Sie alles schriftlich fest. Das hilft Ihnen bei der Prioritätensetzung und beim Einholen von Angeboten.

Schritt 2: Prioritäten setzen und Budget planen

Nicht alles muss sofort. Teilen Sie Ihre Liste in drei Kategorien:

Muss: Schäden, die behoben werden müssen (undichte Leitungen, Schimmel, gefährliche Elektrik)

Sollte: Maßnahmen, die den Wohnwert deutlich verbessern (Boden, Bad)

Kann: Reine Optik, die auch warten kann (neue Farbe, neues Licht)

Setzen Sie ein Budget fest – und planen Sie 15 % Puffer für Unvorhergesehenes ein. Das ist keine Faustregel, das ist Erfahrung.

Schritt 3: Reihenfolge beachten

Die Reihenfolge der Arbeiten ist entscheidend. Wer zuerst streicht und dann Böden verlegt, macht doppelte Arbeit. Die richtige Reihenfolge ist:

  1. Abrissarbeiten und Rückbau (alte Tapeten, alten Belag entfernen)
  2. Grobarbeiten (Risse schließen, Putz ausbessern)
  3. Elektro und Sanitär (immer vor dem Verputzen!)
  4. Malerarbeiten (Spachteln, Grundieren, Streichen)
  5. Böden verlegen
  6. Türen und Fenster einstellen
  7. Abschlussreinigung

Schritt 4: Was kann ich selbst machen – und was nicht?

Selbst machbar für Heimwerker:

  • Tapeten entfernen und Wände streichen
  • Einfache Laminatböden verlegen
  • Silikon erneuern im Bad
  • Dübel und Regale setzen
  • Glühbirnen und Leuchtmittel wechseln

Lieber Fachmann:

  • Elektroinstallation (gesetzlich vorgeschrieben!)
  • Trinkwasserleitungen und Abflüsse
  • Fliesen (Fugen, Schnitte, Gefälle – klingt einfach, ist es nicht)
  • Schimmelbehandlung an der Bausubstanz
  • Tragwände identifizieren und Durchbrüche

Die Kosten für Pfusch können ein Vielfaches des eingesparten Handwerkerlohns betragen. Im Zweifelsfall: Fachmann.

Schritt 5: Materialien richtig auswählen

Farbe

Für Wohnräume reicht Dispersionsfarbe in Qualitätsstufe 2 (Q2). Badezimmer und Küchen brauchen feuchtigkeitsbeständige Farbe. Deckenfarbe ist dünner und billiger – sie muss nicht deckend sein.

Boden

  • Laminat: Günstig, robust, viele Designs. Mindestens 8 mm Stärke wählen.
  • Vinylboden (LVT): Wasserbeständig, für Küche und Bad geeignet, sehr langlebig.
  • Parkett: Hochwertig, kann mehrfach abgeschliffen werden. Teurer in Anschaffung und Verlegung.
  • Teppich: Günstig, warm, aber pflegeaufwendig – in Mietwohnungen oft nicht sinnvoll.

Badezimmer

Beim Bad lohnt sich Qualität: Armaturen, Dichtmittel und Fliesen sollten auf Haltbarkeit ausgelegt sein. Günstige Fliesen sehen nach drei Jahren schon schlecht aus.

Schritt 6: Zeitplan erstellen

Unterschätzen Sie den Zeitaufwand nicht. Realistische Richtwerte pro Raum:

  • Tapeten entfernen und Wände streichen: 1–2 Tage
  • Boden verlegen (Laminat, 20 m²): 1 Tag
  • Bad komplett neu (Fliesen, Armatur, Silikon): 3–5 Tage

Planen Sie außerdem Trocknungszeiten ein: Frischer Putz braucht Tage, Grundierungen Stunden. Wer zu früh darüberstreicht, riskiert Blasen und Abplatzen.

Wann lohnt sich ein Komplettanbieter?

Wenn Sie mehrere Gewerke gleichzeitig benötigen – Maler, Bodenleger, Sanitär – ist ein Komplettanbieter wie Heidemann Services oft die wirtschaftlichere Wahl. Wir koordinieren alle Arbeiten, halten Termine ein und übergeben die Wohnung schlüsselfertig. Sie müssen sich um nichts kümmern.

Besonders bei Vermietobjekten mit engem Zeitrahmen (Mieterwechsel, Neuvermietung) ist das ein echter Vorteil: Kein Koordinationsaufwand, ein Ansprechpartner, ein Festpreis.

Fazit

Eine Wohnungsrenovierung gelingt mit der richtigen Reihenfolge, einem realistischen Budget und klarer Aufgabenteilung. Wer weiß, was er selbst kann und was besser in Profihand gehört, spart Zeit, Geld und Nerven.

renovierungwohnung renovierenheimwerkenmalerarbeitenmagdeburg

Jetzt anfragen

Kostenloses Beratungsgespräch

Wir kommen zu Ihnen, nehmen Maß und erstellen ein unverbindliches Festpreisangebot.